Großveranstaltung in Forst am 10.09.09 – ein Rückblick

12.09.2009 | von Luzian Löffler | Kategorie: Nachrichten

Liebe Legalwaffenbesitzer!
Liebe Freunde im Geiste!
Liebe interessierte Besucher der HP der FvLW e.V.

Am gestrigen Donnerstag, dem 10.09.2009 fand nun in Forst (Baden) die angekündigte Großveranstaltung von 9 vereinigten Schützenkreisen des Badischen Sportbundes, der FvLW e.V. und von Initiator Uwe Bertsch statt.

Schon auf der Anfahrt zum Veranstaltungsort war ich von den Gegebenheiten überwältigt – nicht nur davon, dass der eigentlich großzügige Parkplatz schon eine geraume Zeit vor dem Veranstaltungsbeginn bis auf den letzten Platz belegt war, nein, auch davon, dass die Straßen die zuströmenden Verkehrsmengen nicht aufnehmen konnten.

Von der Dimension dieser Veranstaltung sichtlich überwältigt war später dann auch die Landesvorsitzende, Mitglied des Bundesvorstandes und des Präsidiums der SPD, Ute Vogt (MdL) als sie (wie erwartet und von ihr gewohnt) mit einigen Minuten Verspätung in die Halle kam.

Möglicher Weise kam in dieser Phase ihrer Darbietung (nein, ein Klatschmarsch wurde ihr trotz ihres Sonderauftrittes vom Publikum verwehrt) unter dem Eindruck der geschätzten mind. 1500 Legalwaffenbesitzer auch ihr Sinneswandel zustande – nämlich wie sie später vor laufenden Kameras erklärte, dass die SPD-Forderung nach einem Großkaliberverbot „vom Tisch“ sei.

Ich gehe allerdings davon aus, dass selbst sie an der Reaktion des Publikums erkennen konnte, dass ihr von den Anwesenden niemand so recht glauben schenken konnte.

Ehrlich war Frau Vogt jedoch sicherlich, als sie auf die Frage nach zusätzlichen biometrischen Sicherungen erklärte für deren Einführung zu sein, so diese zuverlässig funktionieren würden.

Die Frage nach dem Warum und dem Sinn solcher zusätzlichen und teuren Sicherungen, ließ sie jedoch unbeantwortet. Der Verweis auf den Innenminister des Bundes, Herrn Dr. Schäuble (CDU) und dessen Lancierung der Biometrie war ihr einziges Argument.

Erstaunlich für mich war ihr Bekenntnis, dass das diesjährige Gesetzgebungsverfahren ein Zugeständnis an die Hinterbliebenen des Amoklaufes und eine reflexartige Handlung der Regierung war, wie wir solche von Iwan Pawlow und seinen Hunden kennen.
Mit anderen Worten bedeutet dies: Anlassgesetzgebung, Emotionen, Aktionismus aber keine Fachdiskussion und schon gar keinen Sachbezug!

Interessant war diesbezüglich auch die Aussage des Vertreters der CDU, Herrn Stefan Mappus, stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Ba-Wü., MdL und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag.

Auch er bestätigte ein viel zu schnelles Gesetzgebungsverfahren in dieser Sache und auch er  sei der Meinung, dass vieles falsch gelaufen wäre…

… und auch er stieß hier auf ähnlich wenig Vertrauen wie Frau Vogt.

Später erklärte Mappus dafür zu sein, den § 8(2) WaffG wieder einzuführen und das WaffG grundlegend zu reformieren. Er habe erkannt, dass dies kaum noch überschaubar sei.

Bereits in seiner Vorstellungsrunde hatte Mappus zu verständnislosen Blicken im Kreise der Zuhörer Anlass gegeben: zunächst begrüßte er solche Veranstaltungen wie in Forst und bedankte sich für Einladung. Er gab dann aber zur Kritik, dass diese jetzt nach der Gesetzesverabschiedung falsch platziert sei und bat darum, künftig Informationen der Betroffenen und Sachkundigen nicht nach einem Gesetzgebungsverfahren zu erhalten, sondern vor oder während eines laufenden Vorgangs.

Sehr geehrter Herr Mappus: Ich biete Ihnen hiermit nun unwiderruflich für jetzt und künftig die meinige und die Unterstützung der FvLW e.V. an.

Wir bieten Ihnen im Falle Ihres neuerlichen Verlangens nach einer sach- und fachkundigen Beratung weiter an, jeder Zeit Rede und Antwort zu stehen.

Es wird dabei mein persönliches Bestreben sein, Sie soweit zu unterstützen, dass Sie nie wieder öffentlich erklären müssen, vor oder während eines Gesetzgebungsverfahrens aber auch zur anstehenden Waffengesetz-Verordnung in Sachen Waffenrecht nicht ausreichend informiert und kundig zu sein.

Zugegeben – die anwesenden Vertreter der SPD und CDU hatten es, so sie die Entscheidungen ihrer Parteien auf Bundesebene an der Basis verkaufen mussten nicht einfach – jedoch hätten sich die Zuhörer etwas mehr Profil und weniger Phrasen gewünscht.

Merklich einfacher hatte es in dieser Hinsicht der Vertreter der FDP, Herr Dr. Hans-Ulrich Rülke, MdL in Ba-Wü und Fraktionsvorsitzender der FDP.

Er wusste sein “Heimspiel” vor den Legalwaffenbesitzer zu nutzen. Nahezu jeder seiner Beiträge wurde vom Publikum mit zum Teil stürmischem Applaus und Beifallsbezeugungen begleitet.

Seine Aussagen zum Waffenrecht waren deckungsgleich mit den Aussagen seines Parteivorsitzenden Herrn Dr. Guido Westerwelle und des Mitglieds im Innenausschuss und Berichterstatter der FDP-Fraktion im Bundestag Herrn Hartfrid Wolff, die ich jeweils aus persönlichen Gesprächen, Briefwechsel und ähnlichen Veranstaltungen wie hier in Forst kenne.

Herrn Dr. Rülke sei aber ebenso wie an anderer Stelle bereits den Herren Westerwelle und Wolff auf den weiteren Weg mitgegeben, dass wir Legalwaffenbesitzer sehr genau hinsehen werden, ob und wie er nach der Wahl und die nächsten Jahre zu seinen Worten stehen wird.

Sehr einfach fällt mir die Zusammenfassung der Aussagen der Vertreterin der GRÜNEN, Ilka Neuenhaus.

Sie weiß ihren Angaben zufolge nicht wer für die GRÜNEN als Experte in den Innenausschuss geladen wurde, gibt unumwunden zu keine Ahnung von Kalibern und Kalibermaßen zu haben, bekräftigt aber die Forderungen nach dem Verbot von Großkaliberwaffen und der getrennten Aufbewahrung von Waffen und Munition überhaupt.

Mein Respekt für Frau Neuenhaus begrenzt sich alleine auf ihren Mut so unvorbereitet und von mangelnder Sachkenntnis geprägt zu einer solchen Veranstaltung zu erscheinen – ganz im Gegensatz zu den Vertretern der Evangelischen Landeskirche Baden.

Die Evangelische Landeskirche Baden hatte nicht mal den Anstand dem Veranstalter eine Rückmeldung, geschweige denn eine Absage zukommen zu lassen.

Dies nachdem sie in ihrem Rundschreiben vom 31. Juli 2009 noch großtönig und anmaßend das Verbot von Großkaliber generell und die Begrenzung des Waffenbesitzes auf den Kreis der gefährdeten Personen im Allgemeinen gefordert hatte.

Soweit mein persönlicher – und vielleicht auch subjektiv-emotionaler Eindruck der erschienenen Parteienvertreter.

Insgesamt hat die Veranstaltung bei allen Anwesenden sicherlich einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Den Parteienvertreter wurde eindrucksvoll klar gemacht, dass die Legalwaffenbesitzer nach Jahrzehnten der Gängelung nicht weiter als Opferlamm für Fehler und Versäumnisse der Sozial- und Integrationspolitik herhalten wollen und werden.

Weiter wurde ihnen verdeutlicht, dass eine vereinigte Gemeinschaft der Legalwaffenbesitzer nicht irgendeine Randgruppe darstellt, sondern deutschlandweit ein millionenstarkes Wählerpotential.

Den Legalwaffenbesitzer andererseits wurde verdeutlicht, dass die Vereinigung der Verbände der Sportschützen, Jäger, Sammler und aller anderen Erlaubnisinhaber der einzig gangbare Weg ist um künftig nicht weiter als Spielball zwischen Waffengegner und Politik fungieren zu müssen.

Weiter wurde allen Anwesenden sehr eindrucksvoll vor Augen gehalten, zu welch ungeahnten Leistungen und Erfolgen ein einzelner Mensch fähig sein kann, wenn er denn über genügend Willenskraft und Energie verfügt.

Sichtlich bewegt und positiv erregt konnte ich Uwe Bertsch beobachten, als die Ströme an Zuschauer nicht abreißen wollten und die vielen Helfer Stuhlreihe um Stuhlreihe weiter aufbauen mussten um allen Anwesenden einen Sitzplatz anbieten zu können. Schließlich wurde sogar die Tribüne mit weiteren 400 Plätzen geöffnet, so dass die geschätzten 1500 Interessierten Platz finden konnten.

Mein spezieller Dank geht aus diesem Grunde an den Organisator und Initiator Uwe Bertsch sowie an seine Frau und an seine Tochter, die in den vergangenen Wochen sicherlich ebenso enorme Belastungen meistern mussten und Großes geleistet haben.

Mein weiterer Dank geht an die neun badischen Schützenkreise und die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V. (www.FvLW.de) als Mitveranstalter und die Ortsgruppe des DRK für das Catering.

Nehmen wir uns Uwe und seine Familie als Vorbild, tragen wir die Botschaft in alle Winkel des Landes, in jedes Politikerbüro und jede Amtsstube.

Der “Geist von Malente” war gestern – heute nehmen wir den “Geist von Forst” mit in unsere Schützenhäuser, Jägerheime und Wohnstuben.

Jetzt gehen die Initiativen und der Kampf gegen die Waffenrechtsverschärfungen von den Menschen und Massen der Basis aus – und deswegen sind sie bei der Politik bereits angekommen und beachtet!

Jeder für sich sollte nun überlegen wie er diesen Geist weiter verbreiten kann, wie er dieses Feuer an seiner Wirkungsstätte nährt.

Sicherlich kann diese Vorstellung in Forst nicht als Messlatte für uns alle dienen – aber auch Veranstaltungen mit 50 Besuchern bundesweit abgehalten sind in der Summe Multiplikatoren, wie sie vor wenigen Wochen noch nicht möglich erschienen.

Meldet Eure Veranstaltungen der FvLW e.V.,  damit sie euch unterstützen kann.

Getreu Uwes Motto: Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft hat schon verloren!

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