Wahlsieg… und jetzt?
06.10.2009 | von Luzian Löffler | Kategorie: NachrichtenLiebe Freunde, liebe Legalwaffenbesitzer, liebe Jäger, Sammler, Interessierte!
Eine erfolgreiche Etappe unseres Schaffens konnten wir vergangenen Sonntag abschließen.
Die Bundestagswahl 2009 hat das für uns erforderliche und erfolgreiche Resultat erbracht: Keine extreme, weder rote noch grüne Partei ist an der Regierungsbildung beteiligt.
Wir haben gezeigt, dass wir uns eben nicht wie die Opferlämmer oder Hornochsen am Nasenring zur Schlachtbank führen lassen, sondern dass die Anti-Legalwaffenkampagnen der Grünen und Roten ein sehr schlechter Einfall deren Strategen war! Weiter haben wir gezeigt, dass der Legalwaffenbesitzer ein intelligenter Wähler ist. Unsere Kampagne „Erststimme CDU, Zweitstimme FDP“ hat genau das erreicht, was wir wollten.
Regierungsfähigkeit von Schwarz/Gelb mit gleichzeitigen Überhangmandaten für die CDU zur stabilen Mehrheitsfindung.
Als Beispiel Baden-Württemberg: Dort hat die CDU von 38 Wahlkreisen 37 Direktmandate erringen können – und etwa 10 Überhangmandate. Außerdem konnte die FDP mit 18,8 % ein Rekordergebnis einfahren. (Nebenbei bemerkt sollte dies kein Zufall gewesen sein – schließlich war die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz (FvLW e.V.) mit immerhin fast 40 Veranstaltungen in Ba-Wü im Vorfeld der Wahl am aktivsten von allen Bundesländern.
In meinem Wahlbezirk verdoppelte sich der Anteil der FDP von bisher traditionell unterdurchschnittlichen 9,0 % auf 18,1 %.
Sicher – und das ist uns allen klar – ist dies nicht unserer Aktivität alleine geschuldet. Jedoch darf ich wohl betonen, dass wir maßgeblich daran beteiligt waren!
Sicherlich haben wir Grund zur Freude – aber wie geht es nun weiter?
Wer es noch nicht getan hat, sollte sich jetzt hinsetzen und den jeweiligen Politikern schreiben und sie höflich daran erinnern, warum wir sie nicht gewählt haben bzw. warum wie sie gewählt haben. Per Brief – nicht per E-Mail! Schreibt an die Parteispitze und an die Landesvertretungen.
Schreibt auch, dass die nächsten Wahlen (Bundes-, Landes- und alle anderen Ebenen) nicht unendlich weit weg sind und wir genau beobachten werden, ob die Wahlversprechen und die politische Richtungen eingehalten werden. Unsere Stimme ist nur geliehen und kein festes Abonnement für die Ewigkeit.
Nach kurzer Verschnaufpause müssen wir dann daran arbeiten unser Infonetzwerk zu vervollkommnen um alle Legalwaffenbesitzer in kürzester Zeit flächendeckend erreichen zu können.
So… hier könnte eigentlich meine heutige Infomail enden… wenn – ja wenn sich diese Woche nicht schon zwei weitere Ungeheuerlichkeiten ergeben hätten.
Zunächst ist hier ein Jobangebot der besonderen Güte:
Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis sucht seit dem 29.09.2009 auf den Seiten der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsamt) fünf Mini-Jobber (geringfügig Beschäftigte) als Waffenkontrolleure auf 400 € – Basis.
Ich habe wahrlich nichts gegen Mini-Jobber – aber dass in Heidelberg die sensible Aufgabe der Nachschau mit allen damit zusammenhängenden Daten der Waffenaufbewahrungsarten und –orten an fluktuationsträchtige Geringfügig-Beschäftigte vergeben werden soll, stoßt den dortigen Jäger, Schützen und Sammler gehörig bitter auf.
Aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis erreichte mich die Nachricht von einem Jäger, dass dort derzeit Mitarbeiter, die bisher Kfz-Kennzeichen entstempelt haben, waffenrechtlich geschult werden sollen, um dort bis Ende des Jahres 10 Aufbewahrungskontrollen durchzuführen.
Die weitere Ungeheuerlichkeit ist der Bericht der so genannten „Expertenrunde“ (Andriof- Kommission) aus Baden-Württemberg.
Hier haben diese Woche diese Experten unserem Landesvater ihre Empfehlungen übergeben… insgesamt 83, zuzüglich ein paar weitere Belehrungen an Politik und Wissenschaft.
Darin sind u.a. die folgenden Empfehlungen aufgeführt:
Unbeschadet der Gesetzesänderungen des Bundes erachtet der Expertenkreis “Amok” weitere waffenrechtliche Maßnahmen für erforderlich. Diese können bspw. über Schießsportordnungen untergesetzlich geregelt werden.
Langfristiges Ziel muss es sein, Großkaliberwaffen und andere extrem gefährliche Waffen aus Privathaushalten zu verbannen. Sportliches Schießen soll sich auf die Nutzung von Sportwaffen (im Gegensatz zu Dienstwaffen) beschränken.
41. EMPFEHLUNG: GEFÄHRLICHKEIT VON WAFFEN REDUZIEREN
Durch die Begrenzung der Magazine auf wenige Patronen, die Verzögerung des Magazinwechsels und die Begrenzung der Schussenergie kann die besondere Gefährlichkeit von Schusswaffen reduziert werden. Die Sportordnungen müssen diesem Umstand Rechnung tragen und sollten entsprechend geändert werden.
43. EMPFEHLUNG: GEBÜHRENPFLICHT FÜR REGELMÄßIGE KONTROLLEN DER WAFFENBESITZER/ AUFBEWAHRUNG DER WAFFEN (ANALOG PKW TÜV) EINFÜHREN
Analog zu anderen Bereichen wie der PKW TÜV sollten Waffenbesitzer für die durch Kontrollen entstehenden Kosten aufkommen.
45. EMPFEHLUNG: DOPPELTE BLOCKIERSICHERUNG MIT PIN-CODE EINFÜHREN
Eine Nutzung der Waffe soll nur dann möglich sein, wenn neben dem Waffenbesitzer auch ein Berechtigter am Schießstand (Schießstandaufsicht) die Waffe entsichert hat.
46. EMPFEHLUNG: ALTERSGRENZE ZUM SPORTSCHIEßEN MIT GROßKALIBRIGEN WAFFEN VON 18 AUF 21 JAHRE ANHEBEN
Weitergehende Verschärfungen wurden und werden also gefordert und sind auf Papier gebannt.
Wer möchte kann sich die komplette “Empfehlung” hier herunterladen: BERICHT Expertenkreis Amok 25-09-09
Ihr seht also, dass unsere Atempause nicht allzu lange sein darf – praktisch schon zu Ende sein müsste.