Ein Ausblick für 2010
Ralf Künne | 28. Dezember 2009Informationen sind die Handelsware unserer Zeit. Wer sie kontrolliert, filtert und aufbereitet, bildet Meinungen, lenkt Entscheidungsprozesse. In den Wochen und Monaten nach den Morden von Winnenden im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde nichts deutlicher als das. Einseitig negative Meinungsmache gegen den legalen Waffenbesitz, schlecht recherchierte Berichte selbst in seriösen Medien, unreflektiert wiedergegebene Stimmungsbilder eines diffusen Angstbildes vor dem bewaffneten Bürger war an der Tagesordnung. Das Resultat schlug sich in einer weiteren unsinnigen Verschärfung des Waffengesetzes nieder.
Den gut organisierten etablierten Medien konnten Waffenbesitzer als „Buhmänner der Nation“ nur den massiven Einsatz der neuen Medien entgegensetzen. Namentlich von der Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V. (FvLW e.V.) über das Internetforum „Waffen- Online“ wurden E- Mailaktionen an Politiker angestoßen, Mailinglisten zur Information von Vereinen, Hegeringen und einzelnen Waffenbesitzern erstellt, Informationsbroschüren erstellt und verteilt. Zusätzlich konnte die FvLW e.V. innerhalb kürzester Zeit aus vielen Freiwilligen ein Netzwerk aus Betreuern aufbauen, die jetzt und in Zukunft vor Ort als Ansprechpartner für den einzelnen Waffenbesitzer zur Verfügung stehen.
Der Netzwerkgedanke muss weiter getragen und ausgebaut werden. Hier kann jeder Waffenbesitzer, jeder Messersammler, jeder der den Bestimmungen des Waffengesetzes unterliegt selbst tätig werden. Bekanntgaben, Stellungnahmen, weiterführende Informationen werden auf Internetseiten mit Bezug zum Waffenrecht veröffentlicht, vielfach auch per E- Mail versandt. Diese Informationen müssen nicht nur unter den genannten Personengruppen verbreitet werden. Nur so erreichen wir alle zusammen eine Sensibilisierung der Bevölkerung.
Zuerst bedeutet das, die Darstellung des Waffenbesitzes als „privilegierten“ Sport aufzuweichen. Wer denkt schon daran, dass er sich beim Kauf eines gewöhnlichen Haushaltsmessers im Fachgeschäft oder eines billigen Einhandmessers aus dem Discounter nach dem Waffengesetz strafbar macht, wenn er es nicht den Vorschriften entsprechend transportiert.
Oder das jetzt zum Jahresende aktuelle und jährlich wiederkehrende Thema der Schreckschusswaffen. Welchem Nutzer ist bekannt, dass er den Signalgeber nur mit dem so genannten „kleinen Waffenschein“ führen oder mit diesem Gerät nur auf seinem eigenen Grundstück schießen darf? Diese Regelungen sind den meisten Bürgern unbekannt und können im schlimmsten Fall unangenehme juristische Folgen nach sich ziehen.
Für uns wird das kommende Jahr ein Jahr der Kontinuität. Das in Kreisen der Waffenbesitzer immer öfters zu hörende Lamentieren muss aufhören, wir werden von jedem Einzelnen Mut und Einsatz einfordern. Mut, zu seinem Hobby zu stehen, Einsatz um gegen unsinnige Forderungen der Medien, aus eigenen Reihen, von den Kirchen oder sonstigen „Anti- Waffen“ Organisationen vorzugehen.
Zusammen können wir viel bewirken. Lassen Sie uns die Kräfte bündeln und eine starke Gemeinschaft bilden.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien einen gesunden Start in das neue Jahr.

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