Weihnachtsgrüße der Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V.
23.12.2009 | von Manfred Breidbach | Kategorie: NachrichtenSehr geehrte Schützenkameraden und Jagdfreunde,
ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende, es ist an der Zeit zurückzublicken und das Jahr Revue passieren zu lassen. 2009 war für viele von uns sicherlich kein einfaches Jahr, aber es war auch ein Jahr mit herausragenden Leistungen vieler Einzelner und von uns allen – der „Basis“.
Nach den tragischen Ereignissen im Frühjahr in Winnenden kam es deutschlandweit zu einer medialen Hetzkampagne gegen den privaten, legalen Waffenbesitz und letztendlich gegen uns Schützen und Jäger. Auf diese plumpe Stimmungsmache sprangen im Superwahljahr auch zahlreiche Politiker und deren Parteien auf. Hier musste innerhalb weniger Wochen die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz (FvLW e.V.) von der Betreiberorganisation von Waffen-Online zu einer Bürgervertretung Legalwaffenbesitz transformiert werden. Primär um einen möglichst großen Kreis der Betroffenen dieser Kampagne zu informieren und zu organisieren. Dabei ist unser oberstes Ziel ein liberales, bürgerfreundliches Waffenrecht, statt Gängeleien und nicht nachvollziehbare Einschränkungen ohne jeglichen Sicherheitsgewinn, unabhängig von teilweise konträren Verbandsinteressen, zu erhalten. Doch zunächst einmal musste gegen die immer abstruser werdenden Verbotsforderungen angegangen werden.
Bereits in der ersten Verbotshysterie nach Winnenden wurden mehrere Informationsschreiben per Mail-Verteiler verschickt, die durch Weiterleitung eine breite Verteilung fanden. Dies diente einerseits der Information der einzelnen Vereine und Waffenbesitzer, die durch den zögerlichen Informationsfluss innerhalb der Schützen- und Jagdverbände wenig von politischen Amokläufen mitbekamen, wie auch als deutliches Signal des Widerstandes gegenüber der Politik.
Bereits im Vorfeld des Europawahlkampfes entstand der so genannte “Parteien – Flyer” mit den einzelnen Forderungen der Parteien zu Waffenrechtsverschärfungen. Viele von Euch haben ihn noch in Erinnerung, da er in vielen Schützenhäusern, Waffenläden aushing und in den Jägervereinigungen eifrig verteilt wurde. Dieser erste Handzettel wurde von einem unserer Mitstreiter entworfen und insgesamt mehr als 4.000-mal als Plakat und 40.000-mal als Handzettel gedruckt.
Nach Bekanntgabe der Europawahlergebnisse wurde eine weitere Mailaktion gestartet, in der den Parteien die Gründe für unsere Wahlentscheidung mitgeteilt wurde. Dies wurde auch den Parteien (SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke), die für uns als nicht wählbar eingestuft wurden, so mitgeteilt.
Trotz der herben Wahlniederlage der genannten Parteien, die auch ursächlich auf eine immer weiter um sich greifende Beschränkung von Bürgerrechten, einhergehend mit weiteren Forderungen nach Überwachungsmaßnahmen zurückzuführen ist, war auch nach der Europawahl weiter der legale private Waffenbesitz im Fokus der Verbotsforderungen. Selbst Politiker der bürgerlichen Volksparteien sprangen auf den Zug mit auf.
Wie sehr das ganze zu einer willkürlichen Anlassgesetzgebung geworden war, wurde bei der Zusammensetzung der so genannten Expertenanhörung vor dem Innenausschuss des Bundestages überdeutlich, ebenso deren Beweggründe und mangelnde Fachkenntnis. Es zeigte sich, dass es nicht nur um ein vordergründiges Waffenverbot geht, sondern dass dies als ein Bestandteil der Demontage bürgerlicher Freiheiten zu sehen ist.
Durch das Wahlergebnis motiviert konzentrierten sich unsere Anstrengungen nun auf die Bundestagswahl, denn die Standpunkte der Parteien waren festgelegt und die einzige Partei die sich explizit nicht für Verschärfungen des Waffenrechts aussprach war die FDP. Also lag es nahe, wie auch schon vor der Europawahl, eine Wahlempfehlung für die FDP auszusprechen. An dem überragenden Abschneiden hatten wir als „single issue voter“ gewiss unseren Anteil. Hierdurch wurde der Politik erstmalig erfolgreich vermittelt, dass Waffenbesitzer eine nicht zu vernachlässigende Wählergruppe sind.
Wir sollten 2010 dazu nutzen unserem Anliegen zum legalen Waffenbesitz eine breite Basis zu verschaffen.
Wichtige Punkte hierbei sind:
- neue Kontakte in der Politik gewinnen und ausbauen
- Ausbau des basisnahen Informationsnetzwerks
- Öffentlichkeitsarbeit
- Mitgliedergewinnung
- Begleitung der Landtagswahl in NRW
- WO als eine respektierte und schlagkräftige Plattform zu erhalten
Jeder sollte sich im Klaren sein, dass der nächste Amoklauf nicht zu verhindern ist; ja dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen leider ein idealer Nährboden für solche Wahnsinnstaten bieten. Und dass die Politik keine echten Lösungen dafür hat, sondern zu befürchten ist, dass auch dann wieder reflexartig die Forderung nach einem Verbot oder weiteren Einschränkungen des privaten Waffenbesitzes erfolgen wird. Dem müssen wir bereits vorher entschlossen entgegentreten.
Dies alles soll uns aber nicht davon abhalten im Kreise unserer Lieben ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest zu feiern und optimistisch ins neue Jahr starten.
In diesem Sinne wünschen wir Euch allen für 2010 „Gut Schuss“ und allseits Waidmannsheil!
Eure
Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V.
Manfred Breidbach, Manfred Kübel