die EU will scham- und skrupellos die Pariser Terroranschläge für eine weitgehende Verschärfung des Waffenrechts missbrauchen, obwohl diese mit illegalen Kriegswaffen verübt wurden. Die geplanten Änderungen zielen aber ausschließlich gegen Besitzer legaler Waffen und unbescholtene Bürger. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der EU-Direktive "amending Council Directive 91/477/EEC on control of the acquisition and possession of weapons" vom 18.11.:

  • Die Besitzerlaubnis (WBK) wird auf fünf Jahre befristet. Die Besitzerlaubnis gibt es nur nach Bestehen von bisher nicht spezifizierten medizinischen Tests, die bei einer Verlängerung wiederholt werden müssen.
  • Waffen der Kategorie A (automatische Waffen) dürfen weder gehandelt oder besessen werden. Dies gilt auch für vollständig deaktivierte Waffen der Kategorie A. Waffen dieser Kategorie werden zerstört.
  • EU-weiter Anscheinsparagraph: Kategorie B7 (halb-automatische Feuerwaffen für zivile Nutzung, die automatischen Waffen ähneln) wird gestrichen. Die Waffen werden in die Kategorie A verschoben und sind dann verboten! Halbautomatische Waffen mit hoher Magazinkapazität (die nicht in B7 fallen!) werden ebenfalls verboten.
  • Alle wesentlichen Teile (Lauf, Rahmen, Gehäuse, Verschluss) müssen dauerhaft markiert werden. Die Daten müssen bis zur zertifizierten Zerstörung der Waffe gespeichert werden.
  • Alle deaktivierten Waffen müssen in einem nationalen Waffenregister erfasst werden. Alle Besitzwechsel müssen registriert werden.
  • Der Fernhandel von Waffen und Munition zum Beispiel über das Internet wird verboten.
  • Schreckschusswaffen, Salutwaffen und Signalwaffen fallen zukünftig unter Kategorie C und werden damit genehmigungspflichtig. D.h. auch Schreckschusswaffen müssen kostenpflichtig in eine WBK eingetragen werden.
  • Der Entzug waffenrechtlicher Berechtigungen und der Besitz werden EU-weit abfragbar.
  • Die Entscheidungsgewalt liegt in Zukunft alleine bei der EU.

Durch diese Verschärfungen wird der Waffenbesitz für uns alle auf einen temporären staatlichen Gnadenakt reduziert. Die Bürokratie nimmt zu und wir können uns auf saftige Gebührenerhöhungen einstellen. Der Handel wird diese Kosten bei gleichzeitig verkleinertem Wettbewerb auf uns Kunden abwälzen. Durch höhere bürokratische Hürden und Kosten wird die Nachwuchsgewinnung schwieriger. Besitzer von halbautomatischen Büchsen oder Dekowaffen können sich zusätzlich auf eine entschädigungslose Abgabe einstellen.

Was können Sie unternehmen?
Es gibt zwei Online-Petitionen, die Sie unterstützen sollten:
https://www.change.o...l-gun-ownership
https://www.openpeti...nd-durch-die-eu

Die Petition ist wichtig und setzt ein Zeichen. Größter Hebel sind aber im Moment die EU-Kommision und Eure EU-Parlamentarier.
Sie sollten auf jeden Fall direkt bei der EU-Kommission eine Stellungnahme abgeben. Hierzu gibt es ein Online-Formular https://ec.europa.eu...376&language=de
Sachliche Anschreiben lohnen sich an Abgeordnete aller Fraktionen. Wenn ein Politiker 2000 Mails erhält, besteht durchaus die Möglichkeit, dass er sich mittags in der Kantine bei Kollegen anderer Fraktionen ausweint und diese hellhörig werden.

Beim Schreiben so vorgehen:

  • kurz fassen, nicht mehr als 1,5 Seiten, wenn man einen kreativen Schub hat besser mehrere Anschreiben
  • sachlich bleiben
  • es gibt eine Rechtschreibekorrektur, man sollte sie nutzen
  • bei emotionalem Aufruhr erst mal entspannen, dann weiterschreiben
  • das fertige Anschreiben einem Dritten (ohne Sachkunde) geben:
  • Ist der Inhalt für einen Außenstehenden verständlich?
  • Passt der Ton?
  • Ist die äußere Form ok?
  • besser Brief / Fax statt E-Mail senden

Deutsche EU-Parlamentarier mit Filter für Fraktionen oder politische Organe
http://www.europarl....html?country=DE

Wie kann es weitergehen?
Die Waffenlobby ist jeder und jeder kann als Multiplikator wirken:

  • Verein / Hegering ansprechen
  • Bekannte aus anderen Vereinen / Hegeringen ansprechen
  • wirtschaftlich Interessierte (Büchsenmacher, Schießstandbetreiber...) ansprechen und bitten die Infos an ihre Kunden weiterzuleiten
  • tretet schlafmützigen Verbänden in den Hintern
  • gebt den Organisationen, die sich gemeldet haben, ein positives Feedback und weist auf übersehene Fallstricke hin
  • Wenn sich ein Politiker meldet und er erkennbar noch kein rundes Verständnis von der Sache hat, dann bedankt euch für die Antwort und erklärt ihm in kurzen Beispielen, warum wir Legalwaffenbesitzer betroffen sind.
  • setzt die Informationen auf eure Webseite

Gut Schuss und Waidmannsheil!

PS: Außerdem möchten wir noch auf einen Artikel bei ALL4Shooters hinweisen. Hier wird beschrieben mit welch perfiden Methoden seitens der Politik vorgegangen wird:
https://www.all4shoo...-Luegen-Aufruf/